Nächster Kurs

Dezember 2021
Termin                Lehrgang                          Ort                         Preis    Details

04.-06.12.2021 Fachkunde Vorderlader  72800 Eningen  190€    anmelden    Frage VL
05.-06.12.2021 Fachkunde Wiederladen 72800 Eningen  190€    anmelden    Frage WL
04.-06.12.2021 Fachkunde Böller             72800 Eningen  190€    anmelden    Frage BÖ
04.-06.12.2021 Fachkunde VL+           72800 Eningen   250€    anmelden    Frage VL+BÖ
04.-06.12.2021 Fachkunde WL+VL          72800 Eningen    250€ f anmelden    Frage WL+VL
04.-06.12.2021 Fachkunde WL+VL+BÖ   72800 Eningen   280€  
anmelden    Frage WL+VL+BÖ

weitere Termine finden sie hier
Das Regierungspräsidium möchte je Fachrichtung jeweils einen vollständigen Lehrgang mit Prüfung sehen, um die Fachkunde zu bestätigen. Im Kombikurs wird mit geringem Mehraufwand alles auf einmal abgeprüft. Sollte ich mich beispielsweise aktuell nicht für Vorderlader interessieren, habe ich dennoch die Berechtigung in der Tasche und bin frei, mich jederzeit für die “schwarze Zunft” zu begeistern. Wir raten daher aus eigener Erfahrung stets zum Kombilehrgang. Einige Stimmen zur Qualität des Kurses finden Sie hier.

Willkommen

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Fachkundeausbildung für Vorderlader, Wiederladen oder Böllerschützen oder einem Kombilehrgang. Der Lehrgang vermittelt die Fachkunde für diese Themen und endet nach bestandener Prüfung mit dem Fachkundezeugnis. Das Zeugnis ist eine der Voraussetzungen zur Beantragung der Erlaubnis nach §27 SprengG (Sprengstoffgesetz). Begriffe wie Pulverschein, Böllerschein, Sprengstofferlaubnis, etc. meinen Erlaubnis nach §27 SprengG. Die Fachkundeausbildung (sinngemäß auch Pulverlehrgang, Pulverkurs, Böllerlehrgang, Wiederladekurs, Sprengstofflehrgang, Vorderladerkurs, etc.) bildet in Praxis, Theorie und Rechtsgrundlagen zum Umgang mit Nitrocellulose, Schwarzpulver und ggf. Böllerpulver aus. Auch Schwarzpulverähnliche Treibladungsmittel werden behandelt.
Die Fachkunde ist keine Sachkunde!
Das Waffenrecht wird nur insoweit gestreift, als es für Vorderlader und die Aufbewahrung von Munition wichtig ist. Ansonsten konzentrieren wir uns auf den Umgang mit Treibladungsmitteln. Hierzu zählen Verwenden, Aufbewahren, Verbringen, Vernichten, Transport, Überlassen Empfangnahme und Erwerben von Schwarzpulver, Nitrocellulose, Schwarzpulverersatzstoffen und ggf. Böllerpulver.

ANGEBOT

Staatlich anerkannte Fachkundelehrgänge für

    • Vorderlader
    • Wiederlader
    • Perkussionshinterlader
    • Böllern

zur Erlangung der Erlaubnis gemäß §27 SprengG
Im Raum Eningen / Reutlingen / Tübingen / Urach / Münsingen / Stuttgart mit Bundesweiter Gültigkeit. Den Antrag auf den sog. “Pulverschein” können Sie nach erfolgreichem Abschluss bei Ihrer zuständigen Behörde (meist auch für Jagdschein und WBK zuständig) beantragen.

ANSPRUCH

Wir bereiten Sie selbstverständlich detailliert auf die praktische und theoretische Prüfung vor. Darüber hinaus erhalten Sie umfangreiche Praxistips und Vorgehensweisen, so dass Sie optimal für die spätere Praxis vorbereitet sind. Hierzu gehört für
Vorderlader

  • Waffenkunde und Geschichte
  • Umgang mit der Waffe auf dem Schießstand
  • Berechnung der Pulvermenge, Geschosse und Trennmittel
  • Pflege und Reinigung
  • Laden und Entladen der Waffe
  • Kauf, Transport, Lagerung, Umgang mit und Vernichtung von Schwarzpulver und Schwarzpulverersatzstoffen
  • Tipps und Tricks

Perkussionshinterlader

  • zusätzlich zu den Vorderlader-Arten gibt es Waffen, die dem Wesen nach ein Vorderlader sind, jedoch von hinten geladen werden:  Perkussionshinterlader und Zündnadelgewehre! Beide Waffentypen werden wir im Lehrgang behandeln.
    Neben der Handhabung befassen wir uns mit der Herstellung von Papierpatronen und Laden von Messingladehilfen

Wiederladen

  • Geschichtliche Hintergründe
  • Vorstellen der Ladekomponenten (Anzündhütchen, Pulver, Trennmittel, Hülse und Geschoss)
  • Finden geeigneter Ladedaten und Bewertung der Laborierung
  • Kauf, Transport, Lagerung, Umgang mit und Vernichtung von Treibladungs-Pulver
  • Einrichten und Verwendung der Werkzeuge und Pressen
  • Herstellung von Patronen mit NC- und Schwarzpulver
  • Tipps und Tricks
Schießbahn für Fachkunde bzw. Pulverlehrgang

Räumlichkeiten

Die Fachkundelehrgänge finden in den Räumlichkeiten des Schützenvereins Eningen  statt.
Das Schützenhaus beinhaltet ein sehr gutes Restaurant mit einer Terrasse mit wunderschönem Ausblick, so dass sich für die Mittagspause und den abendlichen Ausklang direkt vor Ort Möglichkeiten bieten.

Schützenhaus des
Schützenverein Eningen
Gewand Kühteich
72800 Eningen u.A.

Der Schulungsraum befindet sich direkt neben der Schießbahn und bietet so ideale Bedingungen für Theorie und Praxis für Vorderlader und Wiederlader.

Voraussetzung

zur Teilnahme am Lehrgang ist zwingend erforderlich:

  1. Mindestalter 21 Jahre
  2. Körperliche und geistige (persönliche) Eignung
  3. Zuverlässigkeit

Punkt 2. bedeutet

  • keine Süchte
  • ausreichendes Sehvermögen
  • etc.

Punkt 3. und manchmal 2. wird in der Unbedenklichkeitsbescheinigung beurkundet. Diese gilt 1 Jahr lang.

Nach Erlangen der Fachkunde durch den Lehrgang und Bestehen der theoretischen und praktischen Prüfung kann ich die Erlaubnis  gemäß §27 SprengG beantragen, wenn ich noch ein Bedürfnis nachweise:

  • Wiederladen: Hier reicht die WBK
  • Vorderlader und Böllern: der Verein muss das Bedürfnis bestätigen. Formulare gibt’s bei der zuständigen Waffenbehörde.

Ablauf

Samstags dürfen die Vorderlader- und Böllerschützen unter sich agieren. Wer sich für das Böllern entschieden hat wird am Samstag Morgen  unterwiesen in Zündungs- und Böllerarten, Abstände und  die besondere Verantwortung beim Böllern und Umgang mit Behörden. Ebenso wird die Handhabung am Beispiel Hand- und Standböller sowie Böllerkanone mit Kartusche, Perkussion und Elektrozündung geübt. (Hinweis: Das Fachkundezeugnis ist Bundesweit, also z.B. auch in Bayern für alle Böller- und Zündungsarten gültig).
Beim Vorderlader steigen wir dann Samstag mittags mit einem Überblick über die Zündungsarten und deren Besonderheiten, etwas geschichtliche Entwicklung, Waffenrecht, Beschussrecht ein und leiten mit der Berechnung der Pulvermenge für Vorderlader und der Theorie zur Handhabung über in den praktischen Teil.
Jeder bekommt eine Einweisung in Perkussionspistole und Vorderladerrevolver, und darf Laden, Versagerbeseitigung, Verhalten auf dem Schießstand und Schießen unter ständigem Feedback üben. Ist die Prüfungsreife bereits früh bei allen Teilnehmern erreicht, schießen wir ggf. noch mit der Steinschlosspistole. 

Am Sonntag sind Voderlader-, Böllerschützen und Wiederlader gemeinsam da. Nach etwas Geschichte behandeln wir anschaulich die rechtlichen Aspekte des Umgangs mit Treibladungsmitteln und die praktische Umsetzung. Jeder weiß am Ende, was er darf und was nicht. Kleine praktische Demonstrationen lockern hierbei die etwas trockene Materie auf. Anschließend behandeln wir die Handhabung und den Umgang mit Wiederladezubehör. Das praktische Üben an der Ladepresse kommt direkt im Anschluss und wird für jeden Einzelnen bis zur Prüfungsreife begleitet.

Am Montag wiederholen wir nochmals alles gelernte und beantworten offene Fragen. Ebenfalls am Vormittag findet die praktische Prüfung, Laden und Schießen mit dem Vorderlader und Böller, Laden einer Patronenhülse, verschießen und Beurteilen der Hülse, statt. Mittags kommt ein Vertreter des Regierungspräsidiums vorbei, wiederholt die rechtliche Seite nochmals im Schnelldurchlauf und nimmt dann die schriftliche Prüfung ab. Es gibt Fragebögen mit fachlichen und rechtlichen Fragen, die teilweise zum Ankreuzen, teilweise zum ausfüllen sind.
Bei haarsträubenden Ergebnissen erfolgt noch eine mündliche Nachprüfung.
Bestanden hat, wer alle Prüfungsteile erfolgreich gezeigt hat. Im Falle der schriftlichen Prüfung bedeutet das derzeit 75% richtig im fachlichen und rechtlichen Teil. Bislang haben es mit ausreichender Vorbereitung alle geschafft – also keine Bange 😉

WICHTIG!!!

  • Die Fachkunde Vorderlader/Perkusssionshinterlader, Böllern und Wiederladen ist die notwendige Voraussetzung für die Erteilung der Erlaubnis gemäß §27 SprengG. Sie alleine berechtigt jedoch nur dazu, diesen zu beantragen. Die Erteilung ist Sache der Behörden. Das Bestehen des Fachkundelehrgangs alleine berechtigt NICHT zum Umgang mit Treibladungspulver.
  • Die Fachkunde berechtigt NICHT zum Kauf erlaubispflichtiger Waffen!!! Hierzu benötigen Sie einen SACHkundelehrgang und eine Waffenbesitzkarte (WBK)
  • Für die Teilnahme am Fachkundelehrgang müssen Sie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung besitzen, die vor nicht länger, als einem Jahr ausgestellt wurde. Offiziel heißt das Dokument:

    Unbedenklichkeitsbescheinigung nach §34 Abs. 2 der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz
    Diese erhalten Sie von Ihrer zuständigen Behörde (Polizeibehörde, Landratsamt, Kreisfreie Stadt, …)

    Da die Erteilung einige Auskünfte zwischen den Behörden erfordert, kann es – je nach Aufkommen – Wochen bis zur Ausstellung dauern. Bitte beantragen Sie diese rechtzeitig. Eine Teilnahme am Fachkundeunterricht ist – aufgrund des praktischen Umgangs mit Sprengstoffen – ohne diese Bescheinigung per Gesetz nicht zulässig! In diesem Fall müssen Sie den Fachkundelehrgang zu einem späteren Zeitpunkt und dann im Besitz der “U-Bescheinigung” nochmals besuchen. Führungszeugnisse, gültige §7 oder §27-Erlaubnis mit anderem Fachgebiet oder sonstige Bescheinigungen reichen leider nicht aus.

  • Erlaubnisfrei ab 18 Jahren dürfen Sie Stein-, Lunten- und Radschlosswaffen, einschüssige und einläufige Perkussionswaffen und legale Repliken derselben kaufen und besitzen. Böller unterliegen nicht dem Waffengesetz und sind daher ohne Einschränkung erwerbbar.
    Der Besitz bedeutet auch die Verantwortung dafür, dass die Waffen nicht in unbefugte Hände gelangen und keine Begehrlichkeiten geweckt werden. Schießen mit diesen Waffen und Böllergeräten dürfen Sie allerdings erst nach Erhalt der entsprechenden Erlaubnis gemäß §27 SprengG.
    Zu Ihrer eigenen Sicherheit rate ich dringend davon ab, das Pulver aus Silvesterfeuerwerk für “Probeschüsse” zu verwenden. Das kann zu zerstörtem Gerät und ernsten Verletzungen führen – und ist verboten.

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